Forscher, Unternehmen und Bürger in der EU erhalten durch das Pilotprojekt OpenAIRE (Open Access Infrastructure for Research in Europe) freien und offenen Zugang zu den Unterlagen von Forschungsprojekten, die mit EU-Mitteln finanziert wurden.
Mit OpenAIRE wird ein Netz offener Archive geschaffen, die freien Online-Zugang zu den Kenntnissen ermöglichen, die von Wissenschaftlern erarbeitet wurden, die mit Mitteln des Siebten Rahmenprogramms (RP7) und des Europäischen Forschungsrats (ERC) gefördert wurden – insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Energie, Umwelt, Informations- und Kommunikationstechnologie, Forschungsinfrastrukturen sowie Sozial- und Geisteswissenschaften.
An diesem Projekt beiteiligt ist von der Universität Konstanz Frau Oberländer, die am 04. Apr. 2011 an der ZHAW über die Thematik Open Acess Informieren wird.
Links:
http://www.openaire.eu/
Blogbeiträge zum Thema Open Acess
Flyer Infoveranstaltung mit Frau Oberländer (Login erforderlich)
Andreas König 14:07 on 3. September 2010 Permalink
Lieber Heinrich, liebe (ZHAW-)Kollegen,
das Anliegen ist auch aus Sicht der Abteilung Neues Lernen der ZHAW in mehrerer Hinsicht zentral.
Einerseits haben wir, wie in diesem Blog zu lesen, ein steigendes Interesse der (nicht nur wiss.) Öffentlichkeit zu bedienen. Das ist auch ein legitimes Interesse, sind doch die allermeisten Arbeiten der Hochschulen schlussendlich mit öffentlichen Geldern finanziert. Zudem haben Hochschulen einen Bildungs- und Entwicklungsauftrag, dem sie auf diesem Wege noch besser nachkommen könnten.
Andererseits stehen Hochschulen in einem immer härteren ökonomischen Wettkampf, der zur Optimierung der Wertschöpfung, sprich dazu zwingt, mit weniger Ressourcen mehr zu leisten. Als Wissensorganisationen ist der Zugriff zu Lern- Informations- und Wissensressourcen gerade für uns zentral. Wenn wir also open access Stratregien unterstützen (, die für den Lehrbereich als sogenannte OER, open educational resources bezeichnet werden), erhalten wir uns die eigenen Arbeitsbedingungen.
Drittens und schliesslich dient aus unserer Sicht und Erfahrung die Öffnung der Archive auch dazu, Transparenz und neue Kooperationsstrukturen innerhalb der Hochschule selbst zu fördern.
Die Publikationen meiner Abteilung [1] stehen übrigens bereits zur Bestellung auf unserer Website bereit [2] und sind alle creative commons (by-nc-sy) lizensiert [3], können also frei kopiert und bearbeitet werden, solange sie unter gleichen Bedingungen weitergegeben werden.
Freundliche Grüsse,
Andreas König.
[1] http://www.cenl.zhaw.ch
[2] http://www.sml.zhaw.ch/de/management/cenl/publikationen/publikationen-online.html
[3] http://www.creativecommons.ch/